holzminden-  wirtschaftsmagazin 

 

Corvey 2017

Albrecht Menzel und die Nordwestdeutsche Philharmonie

Donnerstag 25. Mai 2017, Himmelfahrtstag

17 Uhr Kaisersaal

„Die vier Jahreszeiten“ von Antonio Vivaldi stehen im Mittelpunkt des Sommerkonzerts im historischen Kaisersaal von Corvey. Am Himmelfahrtstag dem 25. Mai 2017 ist die Nordwestdeutsche Philharmonie mit dem jungen Solisten Albrecht Menzel (Foto) in der Welterbestätte zu Gast. Neben den bekannten Violinkonzerten von Vivaldi sind die „Canzona di barocco“ für Streicher von Henryk Czyz und das Divertimento D-Dur KV 251 von Wolfgang Amadeus Mozart zu hören.

Albrecht Menzel, 1992 geboren, erhielt seinen ersten Geigenunterricht bereits mit vier Jahren und debütierte mit dreizehn Jahren als Solist bei den Dresdner Musikfestspielen. Albrecht Menzel wurde von dem renommierten Violinpädagogen Professor Boris Kuschnir ausgebildet und studiert bei Professor Julian Rachlin an der Universität Konservatorium Wien.
Künstlerische Anregungen erhielt der junge Geiger bei Internationalen Meisterklassen mit Yair Kless, Igor Ozim, Zakhar Bron und Ana Chumachenko.


Als Solist konzertierte Menzel unter anderen mit dem Münchner Rundfunkorchester, dem Brandenburgischen Staatsorchester Frankfurt, der Heidelberger Philharmonie, dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig, der Camerata Hamburg, dem Bruno Walter Symphonie Orchestra Bratislava, dem Leipziger Symphonie Orchester, dem State Symphonie Orchestra New Russia, dem Orchestra del Carlo Felice Genua und der Polnischen Kammerphilharmonie.
Bei den Mendelssohn Festtagen Leipzig 2011 spielte der neunzehnjährige Albrecht Menzel das Mendelssohn Violinkonzert op. 64 dirigiert von Maestro Kurt Masur mit dem Leipziger Symphonie Orchester. Begeistert wurde die „…grandiose, mitreißende, lebendige Interpretation…“ vom Publikum und der Presse aufgenommen und als eine fulminante Interpretation bezeichnet „…die auch in den großen Konzertsälen der Welt nicht oft zu hören ist…“ (Leipziger Volkszeitung 2011)
Albrecht Menzel gastierte bei internationalen Festivals wie den Festspielen Mecklenburg Vorpommern, dem Schleswig Holstein Musik Festival, dem Rheingau Musik Festival, den Dresdner Musikfestspielen, dem Musik Festival Heidelberger Frühling, den Brandenburgischen Sommerkonzerten, dem Internationalen Eilat Musik Festival Israel, dem Festival „Moskau meet Friends“, SOMMETS MUSICAUX de Gstaad Schweiz, nahm an der Verbier Festival Academy sowie bei CHAMBER MUSIC CONNECTS THE WORLD der Kronberg Academy teil und konzertierte in der Laeiszhalle Hamburg, Muziekgebouw Eindhoven, im Internationalen Haus der Musik Moskau, im Teatro Carlo Felice Genua, im Musikverein Wien und im Gasteig München.
Als Kammermusiker musizierte Albrecht Menzel mit Künstlern wie Julian Rachlin, Jan Vogler, Gidon Kremer, Steven Isserlis, Igor Levit und Julien Quentin.
2014 tourte Albrecht Menzel mit Anne-Sophie Mutter in den USA und Kanada zu Konzerten in der Carnegie Hall, im Kennedy Center, im Chicago Symphonie Center, in der Roy Thomson Hall Toronto und produzierte 2015 gemeinsam mit Anne-Sophie Mutter Aufnahmen für die Deutsche Grammophon.


Albrecht Menzel gewann den 1.Preis beim Internationalen Louise Henriette Wettbewerb 2004, den 1. Preis beim Internationalen Kocian Wettbewerb 2006 in der Tschechischen Republik und den 1. Bundespreis Jugend musiziert mit Höchstpunktzahl 2007. Der Preisträger des Internationalen David Oistrach Violinwettbewerb Moskau 2010 erhielt den Spezialpreis für exzellente Performance, den Sonderpreis für Musik der Deutschen Wirtschaft 2012 und den dritten Preis beim rennomierten Premio Paganini Wettbewerb Genua 2015 sowie im Februar 2016 den den 1. Preis und den Grand Prix beim Internationalen Violin-Wettbewerb Torun in Polen.
Neben dem Klassischen Repertoire liegt dem jungen Musiker auch moderne Musik am Herzen, wie das Violinkonzert von Jörg Widmann. Außerdem überzeugte Albrecht Menzel als Solist bei der Deutschen Erstaufführung der Suite Concertante op. 60 der russischen Komponistin Lera Auerbach im Großen Saal der Laeiszhalle Hamburg.


Albrecht Menzel hat bei Rundfunkaufnahmen für den NDR, DLF, NDR-Kultur, ORF, RBB, BR sowie für ARTE, MDR Fernsehen und Medici TV mitgewirkt.
Ausgezeichnet wurde Albrecht Menzel mit einem Stipendium der Jürgen Ponto-Stiftung Frankfurt, dem Eduard-Söring-Preis und dem Gerd-Bucerius-Stipendium der Deutschen Stiftung Musikleben Hamburg.


Sein Album „thoughts“ mit den Werken „Die letzte Rose“ und „Erlkönig“ von Heinrich Wilhelm Ernst sowie Sonaten von Robert Schumann erschien im Januar 2015 bei dem Label Oehms Classics in einer Produktion mit dem Rundfunk Berlin Brandenburg.
Albrecht Menzel spielt eine Stradivari (1709), eine Leihgabe der Deutschen Stiftung Musikleben Hamburg.

Konzertkarten bei der Philharmonischen Gesellschaft OWL:

unter www.klassik-in-owl.de oder 

Telefon: 05231 56 99 999.

 

Corvey UNESCO-Welterbe am 26. Mai 2015 urkundlich besiegelt
 

Im Rahmen eines Festaktes wurde am Dienstag, den 26. Mai 2015 in Höxter mit einer feierlichen Übergabe der Urkunde die Eintragung des Karolingischen Westwerks und der Civitas Corvey in die Welterbeliste der UNESCO besiegelt. Überreicht durch den Bundesminister des Auswärtigen, Dr. Frank-Walter Steinmeier, im Beisein der Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Hannelore Kraft, und der Vorsitzenden des Welterbekomitees der UNESCO, Dr. Maria Böhmer, an die Eigentümer, Viktor Herzog von Ratibor, Fürst von Corvey sowie Pfarrdechant Ludger Eilebrecht als Vertreter der Kirchengemeinde. Höhepunkt des Tages, die Enthüllung der Welterbeplakette im Atrium sowie ein im Anschluss stattfindendes Bürgerfest, an dem unter anderem eine große Abordnung der Schützengilde Höxter sowie Schützen aus Lüchtringen und Ovenhausen teilnahmen.


Im folgenden Video sehen Sie eine Zusammenfassung des Geschehens sowie Auszüge aus der Rede vom Bundesminister des Auswärtigen, Dr. Frank-Walter Steinmeier, mit mahnenden Worte im Hinblick auf eine gebührende Wertschätzung und den angemessenen Umgang mit einem Weltkulturerbe.
 

 

Video: Produktion © dieaktuellekamera.de – Kamera: G. Wackernagel

 

Interview Pfarrdechant Ludger Eilbrecht, Viktor Herzog von Ratibor 

 

Corvey ist Weltkulturerbe: Sind Sie am Ziel Ihrer Wünsche?
 
Viktor Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey: Die Zuerkennung des Welterbetitels freut mich außerordentlich, ist sie doch Anerkennung für jahrhundertelange Pflege des Erbes durch meine Familie und die Kirche und zugleich Lohn der Anstrengungen aller, die am Zustandekommen beteiligt waren. Zudem ist sie die zweite Welterbestätte der UNESCO in Deutschland, die sich ausschließlich in Privatbesitz befindet. Seit 30 Jahren teilen wir die Verantwortung für Corvey mit der Kirchengemeinde St. Stephanus und Vitus.

Was wird nun in Corvey geschehen?

Pfarrdechant Ludger Eilebrecht: Zum einen haben wir für die nächsten drei Jahre Planungssicherheit durch die Zuweisung von Fördermitteln in Höhe von vier Millionen Euro, die ab 2016 fließen. Voraussetzung dafür war ein Einvernehmen zwischen den Beteiligten über die Verwendung der Mittel. Sie werden in zwei Bereichen investiert: Zum einen in die verbesserte touristische Infrastruktur – hier sind ein Besucherempfang und eine Multimediashow geplant – und zum anderen in dringend notwendige Erhaltungsmaßnahmen.

Worin bestehen diese Erhaltungsmaßnahmen?

Pfarrdechant Eilebrecht: Das sind Dinge, die sichtbar werden – wie etwa die Dächer der Klosteranlage – aber auch zur Beseitigung akuter Probleme des Raumklimas im Westwerk. Gegenwärtig haben wir zu starke Temperaturschwankungen und eine viel zu hohe Luftfeuchtigkeit. Das schadet den Malereien und dem karolingischen Putz.

Herzog von Ratibor: Wir befinden uns ja in einer vergleichsweise komfortablen Situation zum Zeitpunkt der Ehrung und haben bereits jetzt eine Infrastruktur, die sich viele Welterbestätten wünschen würden. Nur zum Vergleich: Als die Zeche Zollverein den Welterbetitel erhielt, befand sich das Gelände im Zustand einer Industriebrache. Wir könnten schon heute 100.000 Besucher pro Jahr - wie wir sie schon früher hatten - bewältigen. Das wäre das Doppelte wie in den Jahren vor der Ernennung zum Welterbe.

Freut das die Kirche?

Pfarrdechant Eilebrecht: Einerseits freut uns das Interesse. Andererseits müssen wir dafür Sorge tragen, das dass die klerikale Würde der Kirche erhalten bleibt. Hier finden heilige Messen und Trauungen statt, die Vorrang vor den Besucherströmen haben. Auch müssen wir prüfen, wie deutliche höhere Besucherzahlen das Raumklima des Westwerks beeinflussen. Für uns als Kirchengemeinde wird die Kirche als Haus Gottes, als Ort der Gottesdienste und des Gebetes immer im Vordergrund stehen. Unser geistliches Erbe unserer Gründer vor fast 1.200 Jahren ist auch die Vermittlung christlicher Werte für die Welt, somit auch für die heutigen Besucher Corveys.

Wer bestimmt die Richtlinien der künftigen Welterbestätte?

Herzog von Ratibor: Die beiden Eigentümer. Dazu hat die UNESCO die Eigentümer und deren traditionelle Verantwortung für das Management der Stätte ausdrücklich anerkannt. Wir - die Familie und die Kirche - denken generationsübergreifend und wir arbeiten in enger Abstimmung seit 200 Jahren nachbarschaftlich zusammen.

Pfarrdechant Eilebrecht: Die Wahrnehmung unserer Interessen in der konkreten Umsetzung sowie die Erfüllung des Welterbeauftrags werden wir gemeinsam erfüllen, über das wie gibt es bereits intensive Gespräche. 

Herzog von Ratibor:  Es ist mir ein Anliegen, die Welterbestätte Corvey in gemeinsamer Verantwortung mit der Kirche im Sinne des Managementplans zu entwickeln und den Menschen die Geschichte Corveys in würdiger Art und Weise zu vermitteln. Wir haben in den vergangenen Jahrzehnten in zahlreichen Projekten beste Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit öffentlichen Fördergebern gemacht und gemeinsam vieles in diesem Zusammenhang erreicht. Im Rahmen dieses Projektes wollen wir daran anknüpfen. 

 

Corveyer Bier erstmals in der Öffentlichkeit präsentiert

 

 

Der 26. Mai war ein großer Tag für Corvey. Die Welterbestätte erhielt Ihre Urkunde. Nach dem offiziellen Festakt, fand ein großes Bürgerfest statt zu dem der Hausherr von Corvey geladen hatte.

Im Rahmen dieses Ereignisses präsentierten Viktor Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey und der Geschäftsführer der Brauerei Allersheim, Dirk Brüninghaus den erlesenen Gerstensaft erstmalig einer breiten Öffentlichkeit. Alle Gäste waren herzlich eingeladen, das neue Corveyer Bier zu genießen.

 

Ernennung von Corvey zum Weltkulturerbe 2014
 

Nachlese

Festumtrunk zur Ernennung des Weltkulturerbes im Schlosspark von Corvey 2014

Höxteraner Bürgerschaft  erlebte ein einzigartiges Sommermärchen

Hunderte von Menschen  folgten am Samstag, dem 28.06. 2014 der Einladung des herzoglichen Hauses von Ratibor und der Kirchengemeinde St. Stephanus zu einem Umtrunk anlässlich der Ernennung von Corvey zum Weltkulturerbe. Wo angesichts des  besonderen Anlasses die Bürgerschaft aus und um Höxter, angeführt  vom Stahler Blasorchester, dem Tambourcorps,  Bürgermeister Alexander Fischer und dem eindrucksvollen Aufgebot des Bataillons der Schützengilde Höxter, durch den Haupteingang  Richtung Festplatz im Schlosspark einmarschierten.  

 

Im folgenden Video sehen und hören Sie Impressionen vom Einmarsch sowie Auszüge der Festreden von Viktor Herzog von Ratibor und Fürst von Corvey und Pfarrdechant Ludger Eilebrecht,  die ihre Gefühle angesichts der Ernennung von Corvey zum Weltkulturerbe, nur wenige Tage nach der Rückreise aus Katar, zum Ausdruck brachten. Dazu gehörte auch ein Resümee über die vielen Jahre der Vorbereitung bis zur   Antragstellung, aber auch nachhaltige Worte über die hohe Wertigkeit der Ernennung für die Region und für ihre Menschen, die sich mit Corvey eng verbunden fühlen sowie auch der christliche Aspekt.  In Bezug auf Corvey als  Botschafter des Christentums und der Werte der Evangelien. Im Zuge dieser Aussagen ging vor allem auch ein großer Dank an Frau Dr. Birgitta Ringbeck,Leiterin des Referates Baudenkmalschutz und Baudenkmal- pflege im Ministerium Wohnen und Verkehr in NRW; seit 2002 Delegierte der KMK beim Welterbekomitee der UNESCO für Deutschland , die maßgeblich für den Erfolg der Antragstellung zum Weltkulturerbe verantwortlich ist. Ein Höhepunkt des Festes, die Uraufführung der ersten Corvey-Hymne, präsentiert von der Heimatband „Land am Rand“.

Videoreportage
 

Kamera Günter Wackernagel - Produktion dieaktuellekamera

 

Bildergalerie - Bilder:© dieaktuellekamera.de

 


Der ersten Tag nach der Ernennung- Pressekonferenz und erster öffentlicher Empfang im Weltkulturerbe Corvey

Videoreportage mit Kommentaren von: 

Alexandra Herzogin von Ratibor und Fürstin von Corvey, Dr. phil. Claudia Konrad, Frank Grunze Pastor – Kirchengemeinde St. Stephanus und Vitus, Landrat Friedhelm Spieker und Bürgermeister Fischer
 

Kamera Günter Wackernagel - Produktion dieaktuellekamera.de

 

Bildergalerie - Bilder:© dieaktuellekamera.de